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    14./15. April 2007 - Erft-Radweg und Erlebnisweg Rheinschiene

    Streckenverlauf
    1. Tag: Zündorf - Brühl - Kottenforst Ville - Erft-Radweg - Grevenbroich (90 km, **)
    2. Tag: Grevenbroich - Neuss - Monheim - Leverkusen - Köln - Zündorf (95 km, **)

    Kartenmaterial: ©Tele Atlas; Software: ©Google Earth

    Wir fuhren gegen 9:00 Uhr von Zündorf nach Lülsdorf zur Fähre und setzten nach Wesseling über. Von hier aus fuhren wir dann durch die morgendliche Wesselinger Innenstadt über den "Entenfang", ein schönes Naturschutzgebiet, nach Brühl zum Schloss Augustusburg. Von Brühl aus fuhren wir entlang der "Wasserburgenroute" über Liblar nach Erftstadt. Der gewählte Weg führte uns durch ein wunderschönes Waldgebiet den "Kottenforst Ville" entlang des "Heider Bergsees" und des "Liblarer Sees". Dieses Gebiet ist ein sehr schönes Wald- und Seengebiet mit mehreren Campingmöglichkeiten, einem "Wald-Biergarten" und sehr empfehlenswert. Ab Erftstadt folgten wir dem Erft-Radweg. Die Erft war auf dieser Höhe nicht sehr breit, führte aber reichlich Wasser. Der Radweg war ein Genuss, meistens war er gut asphaltiert. Wir fuhren bei Türnich direkt an den Türnicher Obstgärten mit den in voller Blüte stehenden Obstbäumen vorbei. Der Radweg war wenig befahren, das Wetter sommerlich und das Radeln ein Genuss. Die Erft gewann durch viele kleine Flüsschen, die in ihr mündeten, an Wasser und Breite. Wir fuhren so weiter an Kerpen und Horrem vorbei nach Bergheim. Die Stadt Bergheim hat ein nettes Zentrum und ein schönes altes Stadttor. Hier machten wir Rast. Nachmittags fuhren wir über Bedburg weiter an der Erft entlang nach Frimmersdorf. Auf diesem Teilstück war der Radweg nicht ganz so gut. Aber rechts und links der Erft, die ständig durch Zuflüsse an Breite und Wassermenge gewann, war eine sehr üppige Pflanzenwelt zu beobachten. Besonders fielen die Birkenwälder auf. Frimmersdorf war insofern sehr interessant, weil wir ganz nah am Kraftwerk vorbei fuhren. Bis dahin hatten wir kaum etwas von den vielen Kraftwerken der Umgebung wahrgenommen, auch nicht vom Tagebau. Ab Frimmersdorf fuhren wir den "Energie-Pfad" entlang, der die "Wasserburgenroute" irgendwann abgelöst hatte. Dieser Pfad führte uns bis nach Grevenbroich, unserem Tagesziel, das wir bereits um 16:00 Uhr erreichten. Am Grevenbroicher Ortseingang begrüßten uns die Pflanzungen im Park der Landesgartenschau (1995), wunderschöne Pflanzungen. Die vielen Osterglocken waren jedoch bereits verblüht. Leider hatte das örtliche Schwimmbad das "Schlossbad", direkt am Schloss, bereits geschlossen. Wir fuhren so erst einmal durch die Innenstadt und erst dann zum Hotel. Abends fuhren wir zum Essen erneut in die Innenstadt, wo wir exzellent speisten.

    Am nächsten Tag brachen wir nach einem üppigen Frühstück, bei schönstem Sommerwetter bereits gegen 9 Uhr auf nach Neuss. Am Ortsausgang von Grevenbroich sahen wir noch kurz einen Biber, der in der Erft umher schwamm. Wir fuhren entlang der Erft oder einem ihrer vielen Seitenarme dem Radweg folgend bis nach Neuss und zur Erftmündung. Wenige Kilometer vor der Erftmündung gab es noch mehrere Attraktionen. Die "Kanustrecke Erft", den "Barfußpfad Neuss" und den "Hochzeitswald Neuss" (Hochzeitshain am Berghäuschensweg ).
    Nach der Erft-Mündung fuhren wir den Rheinradweg, der einen großen Kontrast zum Erft-Radweg darstellte. Wir fuhren über Düsseldorf-Bilk (Brücke) und den Düsseldorfer Uni-Campus zum Schloss Benrath und dem zugehörigen schönen Schlosspark. Hiernach fuhren wir über Baumberg weiter nach Monheim am Rhein, wo wir einen Auerhahn sahen. Dieser Rheinabschnitt verfügt kaum über einen direkten Radweg am Rhein, es geht vielmehr immer über Umwege zurück zum mäandrierenden Rhein. Die Wege direkt am Rhein waren stellenweise so dicht bevölkert (Sonntag bei sommerlichen 30 Grad Celsius!), dass es nur im Schritt-Tempo weiter über Leverkusen (Gelände der Landesgartenschau 2005), wo wir über die Leverkusener Brücke fuhren, nach Merkenich ging. Hier aßen wir ein Eis. Unser Weg führte uns nach der Eispause vorbei an den Fordwerken und wieder auf einen Weg direkt am Rhein und bis zur Mühlheimer Brücke, wo wir zum letzten Mal den Rhein überquerten. Ab Mülheim, war nun kaum fortkommen, so übervölkert waren die Rheinwiesen, der Rheinpark (eine ausgedehnte Gartenanlage der ersten und zweiten Kölner Bundesgartenschau 1957 und 1971) bis hin zu den Poller Wiesen. Deshalb machten wir selbst auch eine lange Pause im Rheinpark. Ab der Rodenkirchener Brücke ging es dann zügig nach Hause. Alles in allem fuhren wir an beiden Tagen 185 km mit unserem treuen Tandem, dass uns auch auf dieser Tour nicht im Stich ließ! Gegen 17:45 Uhr waren wir wieder zuhause.

    Auf unserer Tour fuhren wir auf nachfolgenden Themenrouten:


    Wir planten diese Zweitagestour mit dem Radroutenplaner NRW (siehe Links). Wir luden unser Planungsergebnis als GPS-Track in unser GPS-Gerät und fuhren perfekt geführt eine traumhafte Route entlang obiger Themenrouten. Unser Fazit: Es lief perfekt, besser geht es nicht! Der Radroutenplaner NRW ist wärmstens zu empfehlen!

    Unser Fotoalbum: