Streckenverlauf
Heijen - Bergerbos - Eckeltse Beek - Broedersbosch - Bergerheide - Wellsche Heide - Afferden - Heijen (72 km)

Unsere Tour startete in Heijen. Wir radelten bei frischer Morgenluft durch den Bergerbos, der an diesem sonnigen Sonntagmorgen menschenleer war, bis auf uns natürlich. Wir erreichten bald die wunderschöne Eckeltse Beek, den Broedersbosch und schließlich das Natuurreservaat Het Eendenmeer. Die gesamte Fahrt bis dahin verlief an einer ruhigen Straße, wo uns kaum mal ein Auto überholte. Links sahen wir bestellte Felder, die bis weit über die Grenze nach Deutschland reichten. Rechts bot sich uns ein traumhafter Anblick, eine Heidelandschaft von ausgesprochener Schönheit. Es war wohlgemerkt September und dennoch faszinierten die Heidekräuter, die teilweise noch lila blühten, die meisten hatten aber schon eine rostbraune Farbe. Es sah toll aus. Kiefern, Fichten und Birken gab es auch. Im Natuurreservaat hielten wir uns etwas länger auf, bevor es weiter zum Schaapskooi ging. Ein Schaapskooi ist eine Schafhütte, von wo aus die Schafherden zu den abzugrasenden Weiden geleitet werden. Wir sahen auch eine stattliche Zahl Schafe, außerdem noch Ziegen. Nun ging es Richtung Reindersmeer in der Bergerheide. Ein Meer ist in der niederländischen Sprache ein See, ein See ein Meer. Im Deutschen war das auch mal so, man denke an Nordsee und ans Zwischenahnermeer. Das Reindersmeer war der nächste überwältigende Eindruck, ein großes Gewässer inmitten dieser Heide- und Waldlandschaft. An den Ufern ist der See von feinem Sand gesäumt, mit einem stolzen Wind, der über das Wasser fegt und richtige Wellen an Land brechen lässt, ist er wirklich was besonderes. Hier machten wir eine ausgedehnte Pause zum Gucken, Genießen und Wirken lassen! Wir breiteten unsere Decke direkt am Strand aus, kurz danach sahen wir eine Echse durch den kleinen Heidestrauch flüchten, was für eine schöne Natur. Irgendwann mussten wir uns dann aber doch losreißen und weiter ging es durch die Wellsche Heide, die wir südlich umfuhren, ein riesiges Moorgebiet, dass zu Fuß durchquert werden will. Am südlichsten Punkt des Nationalpark Maasduinen, der letztlich bis weit in den Norden bis zum Bergerbos und weiter reicht, betrachteten wir das große Monument des Parks mit seinen filigranen Steintieren. Inzwischen sahen wir auch die Maas, der wir mal nah, mal etwas von ihr weg, flussabwärts folgten. Wir sahen von Ferne die Schleuse Leukermeer, fuhren durch Bergen und erreichten schließlich Afferden. An der Kapelle gönnten wir uns in der dortigen Cafetaria das niederländische Nationalgericht: Patat met Frikandel. Gestärkt ging es nach Heijen wo wir uns noch Huis Heyen (ehemaliger Herrensitz) anschauten. De Maasduinen ist ein wunderschöner Nationalpark, den man mal mit eigenen Augen gesehen haben muss!
Auf unserer Route fuhren wir teilweise auf nachfolgenden Themenrouten:
