
Der Nationalpark De Groote Peel ist einer von 20 Nationalparks der Niederlande. Den Nationalpark De Maasduinen hatten wir bereits per Rad erkundet, nun wollten wir uns auch noch De Groote Peel per pedes anschauen. Wir wollten eine feste Wanderroute wählen, wovon es drei gibt, und wählten die mit nur 6 km bereits längste Route aus. Startpunkt aller Routen ist der südlichste Punkt des Parks, wo es einen großen Parkplatz und ein Besucherzentrum gibt. Insgesamt liegt der Park bereits sehr ländlich und regelrecht versteckt. Wird De Maasduinen bereits auf der Autobahn ausgewiesen so sucht man die Beschilderung für De Groote Peel beinahe vergebens. Wir hatten schönes sonniges Wetter und unseren gut gepackten Rucksack und nach bereits 6 Tagen Urlaub die nötige Ruhe mitgebracht, um uns auf dieses schöne Naturerlebnis einzulassen. Bereits zu Beginn führte unser Weg ins Vogelschutzgebiet - mit einem breiten Steg auf der einen Seite und einer Beobachtungshütte auf der anderen. Unser Weg führte weiter durch die ruhige, von Vogelgezwitscher durchzogene Heidelandschaft. Wir sahen sehr viele Schmetterlinge, deren scheinbar unruhiger Flug, immer mit einer sicheren Landung endete und ans gewünschte Ziel führte. Die Wege führten ins Moor, dass wir trockenen Fußes überquerten, dank der von Menschenhand geschaffenen hohen Stege. Der Aussichtsturm wurde leider generalerneuert und war für uns gesperrt, sonst hätten wir noch die schöne Fernsicht über die Heide genießen können. Irgendwann, wir blieben oft stehen und ließen alles auf uns wirken, erreichten wir die wild lebenden Rinder des Parks, denen man sich nur bis auf höchstens 25 Meter nähern soll, eine feste Verhaltensregel, welche die Rinder selbst aber nicht befolgten, ein Bulle stellte sich in den Weg, musterte uns ausgiebig, kam auch mal auf bis 10 Meter zu uns, bevor er sich dann doch entschied uns unseres Weges gehen zu lassen. Hieran schloss sich ein Wanderweg, der eigentlich schon den Park verließ, denn rechts sahen wir bereits bestellte Felder, aber zum Glück ging es auch mal wieder in den Park, so dass wir noch viele interessante Dinge sehen und beobachten konnten. Sehr eindrucksvoll fanden wir den riesig großen Spinnenkokon der Kugelspinne, ein Wahnsinnsgelege, wie man es wirklich nur in dieser Natur zu sehen bekommt. Aber auch die kleine Baby-Kröte war eine schöne Begegnung. Der Park hat uns ausgezeichnet gefallen, wir können ihn wärmstens empfehlen. Auf den von uns erwanderten Wegen ist Rad fahren nicht erlaubt, aber es gibt noch andere Wege durch den Park, die mit dem Rad befahrbar sein sollen. Um alles auf sich wirken zu lassen, sollte man sich aber durchaus überlegen, den Park in der für den Menschen passendsten Geschwindigkeit, nämlich zu Fuß zu erkunden. Die Geschwindigkeit mit dem Rad ist hier für die menschliche Wahrnehmung nämlich bereits zu hoch.