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    24. Februar 2008 - Bahnradweg Aachen - Köln
    Start 09:00 Uhr, Ankunft 19:00 Uhr

    Streckenverlauf
    Aachen Hbf - Düren - Horrem - Köln Hbf (101 km)


    Kartenmaterial: ©Tele Atlas; Software: ©ATLSoft
    Du siehst sowohl den Track der Bahnfahrt als auch den entlang der Bahn führenden gefahrenen Track auf dem Bahnradweg.

    Wir fuhren zum Bahnhof Köln-Frankfurter Straße und nahmen den Zug nach Köln, um dort in den Zug nach Aachen umzusteigen. Wir kamen erstaunlich problemlos nach Aachen. Der Schaffner klärte uns ungefragt auch noch ausführlich über die Tickets, die man auch hätte nehmen können, günstiger natürlich, auf! Besonderes Lob!
    In Aachen angekommen machten wir uns direkt auf den Weg. Wir waren wie für unseren Urlaub bepackt, weil Marco unbedingt testen wollte, wie sich das mit den neuen Lowrider-Taschen und dem Focus anfühlt. Ich hatte mich dummerweise solidarisch gezeigt und fuhr ebenfalls bepackt. Dummerweise, weil es nach anfänglicher Windstille irgendwann doch Wind von vorne geben sollte und weil der Wetterbericht nicht stimmte. Es sollte eigentlich sommerlich warm, bei 16 Grad werden, aber es blieb bewölkt bei maximal 12 Grad. Dies hatte wiederum zur Folge, dass wir bei jeder kleinen Verschnaufpause gleich zu frösteln anfingen, weil wir schließlich bergauf und bergab fuhren und die Fahrt nach Düren schon schweißtreibend war. Die eigentlich eingeplante Pause auf unserem Deckchen fiel also aus. Außerdem wollten wir eigentlich in einem Biergarten oder einer Außengastronomie Mittag essen, aber bei dem Wetter war nichts mit Außengastronomie, so dass unsere Mägen ziemlich unbefriedigt blieben, da wir mit all dem Gepäck natürlich auch nicht wo Einkehren konnten bzw. wollten. Aber wir sollten, dank unseres Ehrgeizes, die Bahnroute bis nach Köln schaffen!

    Der Bahnradweg ist der Arbeitsgruppe MOVE im VCD zu verdanken. Eine Broschüre erklärt den Weg. Leider gibt es keine Beschilderung, weil die Gelder fehlen, außerdem gab es bisher auch keinen Track der Route, was wir hiermit ebenfalls beenden wollten. Unseren Track bekommt nun der Arbeitskreis für seine Homepage.

    Wie fuhr es sich nun auf dem Radweg? Der Radweg nach Düren ging nicht immer an der Bahn entlang und auch öfters direkt auf der Straße. Aber an diesem Sonntag war nicht viel Verkehr und die Straßen war schön leer. Es fuhr sich gut mit unserem zuvor am PC geplanten Track. In der Töpferstadt Langerwehe machten wir am Jakobusplatz am Jakobsweg kurze Rast, da schien mal ganz kurz die Sonne. Der Weg nach Düren sollte sich ziehen, aber das wusste ich noch von früher. Irgendwann erreichten wir den Badesee, aber kamen nicht hin, weil die Straße mit ihrer Leitplanke und die dahinter liegenden Bahnschienen uns den Weg versperrten. Hier war in der Planung unseres Tracks etwas schief gegangen. Die Broschüre mit der Wegbeschreibung hatte uns in die Irre geführt. Also ging es entlang der Hauptstraßen direkt ins Zentrum. Düren hat eine neue Galerie und auch sonst hat sich einiges getan, wie ich als mal in Düren wohnhaft Gewesene erfreut feststellte. Düren hatte mir nie gefallen, als ich dort wohnte, aber jetzt, als wir so durch die Stadt radelten stellte ich fest, dass das alles recht schön wirkte. Erstaunlich! Vielleicht kann ein Psychologe eine Erklärung liefern?
    Ab Düren ging es nun auf das Kernstück des Radweges. Dieses Stück wird in der Broschüre auch am besten beschrieben. Der Radweg ist ebenfalls der beste auf der gesamten Route. Es geht über weite Strecken direkt hinter dem nicht all zu hohen Bahndamm direkt an den Gleisen entlang. Wir fühlten uns an Fahrten entlang niederländischen Kanäle erinnert. Ab Horrem wurde es dann anstrengender, es ging steil berauf, in den Wald, wo wir auch mal leichte Orientierungsprobleme bekamen, wir wurden müde. Aber irgendwie ging es immer weiter bis nach Köln. Wir kreuzten unterwegs mal die Tälerroute und überquerten die Erft, fuhren auf dem RegioGrün-Radweg Rhein-Erft (auch West genannt) und erreichten schließlich K-Ehrenfeld, wo wir erstaunt die Geschäfte im Viadukt direkt am Bahnhof bestaunten. In Berlin waren wir mal extra zum Bahnhof Hackescher Markt gefahren um uns genau so ein kommerziell genutztes Viadukt anzuschauen, in Köln waren wir zahllose Male auf der Venloerstraße unterwegs gewesen ohne jemals die Werkstätten und Händler wahrgenommen zu haben. Aber in Berlin ist alles in bestem Zustand, in Köln ist das Gegenteil der Fall! Der funktionstüchtige Leuchturm ebendort war auch sehenswert. Es ging weiter Richtung Kölner Hbf wo wir wieder den Zug nach Hause nahmen. Der Radweg Aachen-Köln betrug letztlich 92 km, mit der Fahrt zum Bahnhof waren wir am Ende des Tages stolze 101 km mit 18 kg und 13 kg Gepäck bei kaltem Wetter gefahren. Wir waren durchaus erschöpft, hatten es aber geschafft. Im Urlaub hätten wir aber wahrscheinlich bei Horrem nach einem Quartier gesucht, denn im Urlaub soll der Genuss im Vordergrund stehen.

    Den Bahnradweg Aachen - Köln können wir durchaus empfehlen. Er lässt sich auch mit anderen Themenrouten kombinieren. Besonders ist das Teilstück direkt an der Bahn von Merzenich bis nach Horrem!

    Das ist das Höhenprofil der Route:

    Unser Fotoalbum: