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    Straßenverhältnisse Transdanubien-Reise 2008

    Nachfolgend einen Überblick über die Straßenverhältnisse, die einzelnen Etappen findet ihr in unserem Tourenbuch 2008! GPS-Track gibt es nur auf Nachfrage!

    Abschnitt

    Straßenverhältnisse

    Wien - Hainburg

    Der Donau-Radweg verläuft durch die Donauauen, Nationalpark, und ist sehr schön zu befahren. Asphalt auf dem Damm, nur auf dem letzten Stück ist tiefer Schotter. Die Donau selber sieht man im N.P. vom Damm aus nicht.

    Hainburg - Bratislava

    Der Donau-Radweg verläuft bei Hainburg an der Donau und geht dann über auf die Straße, später auf asphaltierten Wegen durch Felder, um dann auf eigene Radwege entlang der Straße und Autobahn zu wechseln. So geht es bis Bratislava.

    Bratislava - ungarische Grenze bei Rajka

    Ab Bratislava verläuft der Radweg auf einem traumhaft asphaltierten Damm, der auch ausgewiesene Inliner-Strecke ist.

    ungarische Grenze bei Rajka - Györ

    Der Weg führt über ländliche Straßen und Dörfer. Straßen sind teilweise rechts sehr schlecht, aber aufgrund des geringen Verkehrs kann man mittig fahren. Hier ist der Weg recht gut.

    Györ

    Györ ist etwas anstrengend, weil alle Autos über den Ring geleitet werden, denn die Innenstadt ist teilweise für den Autoverkehr gesperrt. Sehr viele Einbahnstraßen erschweren die Orientierung für Radfahrer. Der Donau-Radweg verläuft durch das echte Zentrum, damit auch oft mitten durch den Wochenmarkt.

    Zu Fuß ist Györ bezaubernd - die Stadt mit ihren vier Flüssen!

    Györ - Bana

    Den Donau-Radweg auf diesem Teilstück haben wir gar nicht erst gefunden!

    Bana - Komarom

    Hier waren die Straßen teilweise sehr schlecht, reine Schlaglochpisten, vor allem hinter Acs, dann wieder "normale" ungarische Straßen.

    Komarom - Esztergom, mit Bajot-Abstecher

    Hauptstraßen, viel Autoverkehr, sonst aber gut zu fahren. Der Bajot-Abstecher über das Kloster lohnt sich! Sehr ländlich und schön anzuschauen, aber Anstiege sind hier zu bewältigen!

    Esztergom - Budapest, über Szentrendrei Sziget

    Gemischt, viel Hauptstraßen mit entsprechendem Autoverkehr, aber gut zu fahren. Abstecher bei Szentrendrei Sziget bringt ländliche Ruhe hinein, wärmstens zu empfehlen. Hier bester Asphalt, kaum Verkehr.

    Wanderung durch den Duna-Ipoly-Nationalpark ist wärmstens zu empfehlen, einfach mal die Räder stehen lassen!

    Budapest

    Budapests Radwegenetz besteht nur rudimentär! Besser das Rad stehen lassen und die Stadt zu Fuß, per Bus, Tram und Bahn besichtigen!

    Budapest - Balaton

    Durch Budapest zu radeln, ist sehr anstrengend, man fährt meist von Autos eingeklemmt irgendwie zwischen Baustellen und überlebt das ganz dann wie durch ein Wunder doch.
    Wir hatten viel im Internet recherchiert, aber keinerlei Hinweise auf die Strecke Budapest-Balaton gefunden. Auch im Tour Inform in Budapest konnte man uns nicht sagen, ob man die alte Landstraße mit dem Fahrrad überhaupt fahren darf! Es sei hier gesagt: Den Balatoni, die alte Balaton-Landstraße Nr. 7 kann man fahren! Aber sie ist sehr gefährlich! Autoraser! Unzählige Kreuze am Straßenrand! Erfordert extrem viel Konzentration! Vergesst euren Helm nicht und lasst euer Herz zuhause, damit es nicht in die Hose rutscht!
    Wir fuhren über Erd die 7, bis hierher war sehr viel Autoverkehr und rechts gab es nur Schlaglöcher, denen man nicht ausweichen konnte, weil man sonst unterm Auto gelegen hätte. Also, unschön, außerdem Budaer Hügelland, also serpentienenartige Anstiege.
    Besser ist es vielleicht der Donau weiter südlich zu folgen und dann die südlich verlaufende 62 zu nehmen und dann die 7. Wir würden es das nächste Mal jedenfalls anders probieren und nicht noch mal über Erd die 7 fahren!

    Balaton

    Der Balatoni-Radweg ist sehr gut ausgebaut und schön zu fahren. Meist verläuft er auf eigenen Wegen entlang der Straßen, aber oft auch auf seperaten Wegen, weg vom Autoverkehr.

    Balaton - Heviz

    Sehr guter Radweg nach Heviz, leider ist dieses Teilstück nur kurz.

    Heviz - Szombathely

    Roma-Dörfer!

    Wir fuhren von Hevis auf ruhiger Landstraße (ohne Nummer) nach Zalaber. Die Straße war sehr gut, aber auch hier plagt der eine oder ander Anstieg. Hinter Zalaber kamen wir - was sich auch schon bei Zalaber aufgrund der vielen Pferde-Fuhrwerke angekündigt hatte - durch Roma-Dörfer. Die Landstraße, die sich bis zur Kreuzung der Straße Nr.8 zog, war sehr gut. Aber wir fühlten uns von den Roma sehr beobachtet, so als zählte man bereits die Euro. Uns passierte aber nichts, aber wir wagten aufgrund des Gesamteindrucks auch nicht unseren Fuß vom Pedal abzusetzen oder gar nach einem Quartier zu fragen. Diese Weg-Variante von Hevis nach Kam würden wir nicht noch mal wählen, obwohl der Straßenbelag super war. Die verschlagenen Gesichter und Blicke bleiben in Erinnerung. Ohne zu übertreiben, war dies sicher eine gefährliche Passage. Von einem Ungarn-Deutschen hörten wir noch am gleichen Abend, dass er dieses Gebiet nicht betreten würde. Hier lebten eben genau jene Roma, die für den schlechten Ruf der Zigeuner verantwortlich wären. Dass der Ungar-Deutsche dieses Gebiet nicht betreten würde, ließ uns noch mal einen Schauer über den Rücken laufen, denn er sah mit rasiertem Kopf und breiten Schulter, natürlich groß gewachsen, recht stark aus. Unser Gefühl hatte uns also nicht getäuscht, wir hatten die potentielle Gefahr erkannt und waren weiter gefahren als gewollt, um ein sicheres Quartier zu erreichen.

      An dieser Stelle sei mal gesagt, dass in Ungarn u/o Rumänien keine Sinti leben, Sinti sind die Zigeuner, die seit Jahrhunderten in Deutschland leben und inzwischen assimiliert sind! Ständig hört man den Doppelpack "Sinti und Roma", bitte unterscheidet mal, die Sinti haben eine ganz andere Wanderungsgeschichte!
      Es ist immer schlimm, wenn man Berichte von Weltreisenden hört oder liest, die auf ihrem Weg gen Osten spätestens in Rumänien den "Sinti und Roma" begegneten!

    Szombathely - Koszeg

    Ebenfalls gute Straße (Nr. 87), teilweise Radweg entlang der Bahn.

    Burgenland + Neusiedlersee

    Das Burgenland verfügt über ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz!
    Die Beschilderung der Routen ist aber nicht besonders. Alle Wege sind als Rundkurse angelegt, die Orientierung fällt schwer, es werden keine Zwischenziele, Fernziele oder Nahziele genannt. Für Fernradler leider untauglich!