Streckenverlauf:
Porz - Lülsdorf - Brühl - Erftstadt - Frechen - Köln - Porz (88 km)
Der Urlaubstag war aber nun mal genommen, also ging es auf spontane Radtour zwischen Rhein und Erft.
Wir fuhren mit starkem Gegenwind, die etwa 15 km bis Lülsdorf zur Fähre, die uns nach etwa 30 Minuten endlich nach Wesseling übersetzte. Von hier aus fuhren wir nach Brühl, wo wir echt niederländische Fritten und Frikandel aßen. Das ist die einzige echt niederländische Frittenbude, die wir je in Deutschland gesehen haben. Sehr zu empfehlen!
Weiter ging es über den Heider Bergsee zum Liblarersee (siehe für detaillierte Infos zur Gegend unseren Rhein-Erft-Bericht vom 14. April 2007 und unsere Ausflugsziele-Seite).
Die Ville fing noch gut an, aber ab Liblar setzte der Regen ein. Zögerlich zogen wir unsere Regengarderobe an, rechneten wir doch nicht wirklich damit, dass es ab sofort permanent regnen sollte. Aber genau so kam es! Es regnete sich ein, schlimmer noch, die Tropfen wurden mehr.
So ging es zur Erft, entlang der Erft, vorbei an den Türnischer Obstgärten und schließlich von der Erft weg, der Tälerroute folgend weiter nach Frechen. Wir versuchten den RegioGrün West-Radweg. Vor etwa einem Jahr aus der Broschüren-Beschreibung heraus als Track geplant, wähnten wir uns auf einem schönen Radweg. Aber diese Annahme erwies sich in der Anfangsphase, also ab der Erft, als Irrtum. Erst ab Frechen-Königsdorf sollte er sich als schöne Radroute erweisen. Bis dahin verlief er meist auf schlechten Wegen, eher Wanderwegen. Wie zur Bestätigung sahen wir auch auf weiter Strecke immer wieder die Jakobsmuschel, wir befanden uns tatsächlich auf dem Pilgerweg, also Wanderweg von Köln nach Aachen. Immer entlang der A4. Dieses Wegstück ist wirklich nicht für Radtouren zu empfehlen, wohl aber als Vorbereitungsstrecke für Rad-Weltreisende. Hier kann man wirklich abhärten!
So fuhren wir durch den Kölner Westen und ab dem Decksteiner Weiher entlang des Kölner Grüngürtels zur Rodenkirchener Brücke und über den Rhein wieder zurück nach Porz.
Die Tour war von der Strecke sehr schön, aber im Regen macht einem Brillenträger solch eine Tour dennoch keinen Spaß. Man sieht einfach nichts bzw. viel zu wenig!
Beim nächsten mal würden wir die Erft weiter fahren und erst später auf den Bahnradweg wechseln und dann auf den RegioGrün. So spart man sich die elenden Pisten (Schotter, Schlaglöcher in Mengen).
Die Route war durchaus anspruchsvoll, zum einen wegen des anfänglichen Gegenwindes, zum anderen wegen der Gesamtkilometer und schließlich wegen des Dauerregens.