Streckenverlauf:
Etappe 24. Juli 2009: Kronenburg - Stadtkyll - Gerolstein - Kyllburg (61 km, **)
Etappe 25. Juli 2009: Kyllburg - Trier (60 km, **)
Etappe 26. Juli 2009 - Ruhetag in Trier (29 km, *)

Die Kylltalroute genossen wir sehr. Es war eine unserer schönsten Themenrouten auf dieser Reise, wenngleich auch sehr anstrengend! Es ging bergab und bergauf, immer wieder. Ganz schlimm war der sich über 2 km ziehende Anstieg von 13% direkt hinter Kyllburg, denn es war dazu noch brütend heiß. Siehe hierzu auch die ersten Kilometer des zweiten Höhenprofils!
Der Radweg, ist wirklich sehr schön zu fahren. Es ging auch mal durch ein Waldgebiet, an schönen Schattenplätzen vorbei. Nur die Bremsen nervten und plagten etwas.
Direkt hinter Stadtkyll hatten wir eine freundliche Begegnung mit einem Autofahrer. Wir hatten den Abzweig zum Radweg verpasst, wir waren etwas abgekommen, um einzukaufen, hatten dies aber gleich bemerkt. Noch bevor wir unser langes Gefährt wenden konnten, hielt der liebe Autofahrer, um uns zu helfen. Er verwies uns auf den schönen Kylltal-Radweg!
Zwischen Pelm und Gerolstein fuhren wir an den abgestellten Bahnen der Eifelquerbahn vorbei. Hier gab es auch viele tolle Spielplätze, denn hier verläuft der Kinder-Radweg Daun-Gerolstein. Das sah alles sehr perfekt aus.
In Gerolstein sprang Marco ein Schild mit der Aufschrift "Öffentliche Auffüllstation" ins Auge. Wir dachten gleich an das Gerolsteiner-Quellwasser. Aber außer heruntergekommener Kneipp-Becken fanden wir nichts. Schade! Wäre toll gewesen.
Bei einer Rast am Bahnhof Daufenbach an einem Frittenwagen unterhielten wir uns nett mit dem Betreiber. Er erzählte, dass er erst kürzlich ein 4-er Santana-Tandem gesehen hätte mit 4 Männern. Die Anfahrt wäre ein Kraftakt gewesen. Die Fritten und das Eis waren lecker!
Nach dem Kylltal-Radweg legten wir in Trier auf dem Campingplatz Treviris, einem typischen Stadt-Campingplatz, einen Ruhetag ein.
Trier gefiel uns nicht so berauschend. Obwohl wir beide als Jugendliche bereits in Trier waren, auch mehrfach, kamen gar keine Erinnerungen auf. Sicher, die Porta Nigra und der Dom sind sehenswert. Aber ansonsten finden wir, dass sich inzwischen Städte immer mehr gleichen, weil die Geschäfte-Landschaft immer gleich ist. Die Trierer-Radwege waren sehr schlecht. Oft sollte man sich einen kleinen Bürgersteig zwischen Hauswand und parkenden Autos mit Fußgängern teilen. Das ging gar nicht! Der Radweg entlang der Mosel war auch nicht gepflegt. Wurzelaufbrüche und Lochwerk im Pflaster wo man hinsah. Schade!
Aber in Trier bekamen wir eine neue Federsattelstütze und Isomatte, hier hatten wir nämlich bereits zu Beginn der Tour echtes Materialpech!
Außerdem hatten wir in Trier eine der nachhaltigsten Begegnung unserer Reise. Wir trafen ein israelisches Tandempaar auf 4-monatiger Europatour. Zum wiederholten Male! Von ihnen bekamen wir die Anregung unseren Bob Yak als Tisch umzubauen. Morgens gaben sie uns noch einen leckeren Kaffee aus. Erst später bemerkte Janina mit Bedauern, gar kein Foto gemacht zu haben. Emails haben wir auch nicht ausgetauscht, leider!

