Streckenverlauf:
Etappe 30. Juli 2009: Merzig - Mettlach - Saarburg - Konz - Trier - Schweich (76 km, **)
Die Saar war rückwirkend kein Glanzstück. Der Radweg war sehr gemischt, auch schon mal pure rote Erde, die wir noch Tage danach und auch nach Regen nicht vom Rad geputzt hatten. Sie war überall hineingekrochen. Auch die B.O.B.-Tasche hat bleibende rote Flecken erhalten! Also die Wegbeschaffenheit war nicht immer spitze.
Die Saar selbst hat bei uns einen ganz eigenartigen Eindruck hinterlassen. Für uns ist die Saar ein Fluß, der gar nicht fließt! Du schaust auf das Wasser, den Fluß, aber er fließt nicht, er steht. Das liegt wohl an den Staustufen, auch an der Mosel schauten wir öfters auf stehendes Wasser. Im Grunde hat man hier also keinen Fluß vor sich, sondern Staubecken! Da sind wir natürlich als Kölner mit dem Rhein anderes gewöhnt. Aber auch die anderen in diesem Urlaub gesehen Flüsse, wie Kyll, Sauer und Alzette floßen ähnlich schnell wie der Rhein!
Ebenfalls als Minuspunkt hielten wir die mangelnden Rastplätze fest. Es gibt keine wirklich für Radler geeigneten Mittags-Rastplätze. Sprich gute Abstellmöglichkeit für das Rad und Sonnen- bzw. Regenschutz. Wenn wir mittags für eine längere Pause nach einem geeigneten Platz ausschau halten kommen uns oft die Rastplätze am Neusiedlersee in Erinnerung. Jeder der mal da war, weiß wovon wir dann träumen. Da gibt es das alles und sogar noch Trinkwasser zum Auffüllen der Radflaschen dazu!
Erstaunt hat uns wie wenig touristisch erschlossen alles scheint. Selbst an der Saarschleife gab es kein Büdchen oder ähnliches. Aber direkt hinter der Saarschleife trafen wir ein Tandempaar auf Tagestour. Wir unterhielten uns etwas und Janina kam auf die Idee um ein Foto zu bitten. So haben wir auch zwei schöne Fotos von uns wie wir Tandem fahren!
Nach der Saarschleife kamen wir dann ins Saargau, hier wird genau wie an der Mosel Wein angebaut. So rollten wir zur Saarmündung bei Konz und wechselten auf den Moselradweg, vorbei an Trier bis nach Schweich. Trier hatten wir ja bereits an einem Ruhetag erkundet.
Einige Schreckensminuten verbinden wir aber mit dieser Etappe. Unsere SRAM i-motion knackte an der Saar irgendwann und die Kurbeln ließen sich nicht nach vorne bewegen. Wir luden das Gepäck ab, drehten hier was am Rad und dort und irgendwann ging es wieder. Glück gehabt!? Mit mulmigem Gefühl traten wir recht vorsichtig in die Pedale. Wir hatten schließlich schon einmal Probleme mit der SRAM, die uns dann ersetzt wurde. Sollte sie wirklich nicht für unser Tandem geeignet sein, obwohl unser Tandembauer, da gar keine Probleme sah und die Garantie übernehmen wollte?
Auf dem Campingplatz in Schweich waren wir wieder mal die einzigen mit Zelt. Ansonsten war es ein gängiger Campingplatz. Auch wenn man uns nur ungern gegen 25 Euro Pfand den Schlüssel für das Tor (riesige Abkürzung zum Ort!) gab. Irgendwie traut man Leuten mit Fahrrad und Zelt nicht. Eine Grundlage dafür gibt es aber sicher nicht!
