Wir spielten mögliche Szenarien durch, wobei uns die Lösung, das Tandem noch heute nach Hause zu bringen und anderntags mit Einzelrädern zurück zu kommen, als die Lösung erschien, die möglichst wenig vom verbleibenden Urlaub kosten würde. Man kann nicht mal so einfach am Fahrradgeschäft vorbei und eine neue SRAM einbauen lassen. Die muss i.d.R. bestellt und auch eingespeicht werden. Aber wir wollten gar keine SRAM mehr, die zweite SRAM i-motion war nun bereits kaputt, ein Totalschaden. Und das bei knapp 2.000 km Fahrleistung - ein Unding! Wir wollten den Urlaub zu Ende bringen und nachher in Ruhe überlegen, ob wir eine Rohloff oder eine Kettenschaltung einbauen wollten.
Also fuhren wir mit dem Tandem per Zug zum Flughafen Köln-Bonn. In Koblenz hatten wir einen Umstieg zu bewältigen. Man stelle sich das mal in Ruhe vor, ein vollbepacktes Tandem samt Anhänger, wobei sich das Tandem nur vorwärts schieben lässt! In Kotten half uns ein beherzter Radler tragen. In Koblenz mussten wir ohne Hilfe auskommen. Keiner kam auf die Idee zu helfen. Wir schämten uns für Deutschland, alle drängelten uns sogar noch an die Seite. Wir störten, standen im Weg, das man Hilfe gebrauchen konnte, sah man nicht! Besonders beschämte uns eine Gruppe recht junger Leute, aber auch die älteren sahen an uns vorbei.
Am Flughafen sind zum Glück große Aufzüge, hier ging es leichter!
Ab hier schoben wir noch mal 5 km nach Hause!
Unser Fazit: Auch wenn Tandembauer wie K&K-Radsport in Hamburg die SRAM i-motion für tandemtauglich erklären und die Garantie übernehmen wollen (SRAM übernimmt hier keine Garantie), können wir nur abraten. Die SRAM i-motion 9-fach mit Freilauf ist definitiv nicht tandemtauglich! Unsere erste ging nach wenigen Kilometern kaputt, die zweite nun auf dieser Radreise, das spricht gegen den Einsatz bei einem Tandem, das ist kein Pech oder Zufall mehr!