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    19. September 2009 - Zum GPS-Festival in der Zeche Zollverein, Essen

    Streckenverlauf
    Baldeneysee - Essen Zentrum - Zeche Zollverein und zurück (41 km)

    Kartenmaterial: ©Tele Atlas; Software: ©ATLSoft

    Wir wollten unbedingt beim 1. GPS-Festival in der Zeche Zollverein in Essen vorbeischauen. Hierum planten wir ein ganzes Wochenende in Essen ein. Wir suchten uns einen Campingplatz und planten natürlich auch unsere Räder ein.

    Bei den Campingplätzen gab es gar nicht so viel Auswahl, so landeten wir auf dem Campingplatz am Baldeneysee, dem größten Stausee der Ruhr. Er ist einer von insgesamt 4 Stauseen. Ein richtiger See ist es eigentlich nicht, hier wird die Ruhr aufgestaut und so etwa auf Rheinbreite verbreitert. Rundherum ist alles grün und es tummeln sich unglaublich viele Sportler rund um den See, der von der Staumauer und einer Stahlbrücke umgrenzt wird. So entsteht der Charakter eines Sees, um den man rundrum joggen, skaten und radeln kann, was auch in extremster Form gemacht wird. Wir behalten die Essener als Leistungssportler in Erinnerung und können nur den Hut ziehen, vor so viel Sportsgeist.

    Wir kamen hier am Vormittag an und stellten auch gleich unser Zelt auf und machten uns mit unseren Rädern auf den Weg ins Zentrum von Essen. Nach wenigen Kilometern kam ein gewaltiger Anstieg, hier merkte auch der letzte, dass wir im Bergischen waren. Ein nicht enden wollender Anstieg, dabei hatte der Campingplatzbetreiber noch gesagt, man käme ganz eben ins Zentrum! Janina las oben angekommen ein Bundestagswahlplakat der FDP mit dem Aufdruck "Essen für alle". Schnappatmig, verschwitzt und durstig grübelte sie die nächten 1.000 m, was damit wohl gemeint war, Essen für alle, meinte die FDP damit die Schulspeisung, die Tafel? Bis ihr ein Licht aufging und sie erkannte, dass die Interpretation Essen als Lebensmittel vollkommen falsch war, sondern die Stadt Essen gemeint war! So kann es gehen!

    Nach weiteren kleineren Aufs und Abs, die Marco an Aachen denken ließen, kamen wir in die Innenstadt. Bereits bis hier hatten wir einen Eindruck der Stadt bezüglich Fahrradverkehr gewonnen, denn es gab unglaublich viele Fahrradstraßen, auf denen zwar auch Autos und Mottorräder fahren durften, der Radverkehr aber hatte tatsächlich grundsätzlich vorrang. Sehr angenehm!

    Das Zentrum von Essen selbst gefiel uns auch, nichts wirklich besonderes, riesiges, gewaltiges, aber freundlich, klein und fein. Die Münsterkirche, Dom zu Essen, war eine Besichtigung wert. Anschließend ging es weiter Richtung Zeche Zollverein, die wir auch bald hoch oben in der Nordstadt thronen sahen. Wir waren bald am Ziel. Die Zeche Zollverein, wo das GPS-Festival stattfand, war schon eine eigene Reise wert, schließlich reden wir hier von einem UNESCO Welterbe, dass auch von vielen Japanern und weiteren Touristen reichlich besucht wird.

    Zum Festival selbst gibt es ein eigenes Resumee.

    Nach dem Besuch des Festivals fuhren wir auf fast gleichem Weg zurück zum Baldeneysee, wo wir aber nun die andere Richtung nahmen, um ihn zu umrunden. Auf der den See begrenzenden Stahlbrücke machten wir länger Rast, aßen kurz darauf auch noch ein Eis, bevor es zum Campingplatz zurück ging.

    Ein schöner Tag in Essen lag hinter uns und es sollte noch ein zweiter Tag folgen. Wir hatten alles richtig gemacht, mit diesem Gefühl schliefen wir mit Fluglärm ein. Denn genau über uns war die Einflugschneise des Flughafen Düsseldorf. Aber das Nachtflugverbot setzte bald ein und wir verbrachten eine ruhige Nacht.

    Das ist das Höhenprofil der Route:



    Unser Fotoalbum zur Ruhr und zum Baldeneysee:

    Unser Fotoalbum zu Essen:

    Unesco Welterbe - Zeche Zollverein: