Streckenverlauf
Porz - Sieglar - Hennef - Stadt Blankenberg - Hennef - Mondorf - Lülsdorf - Zündorf - Porz (88 km)

Bei kühlem, aber immer wieder sonnigem Wetter fuhren wir mit dem Ziel Stadt Blankenberg los. Wir fuhren über die Felder zwischen Zündorf und Kriegsdorf. Der Golfplatz am Rotter See ist inzwischen fertig und wird rege genutzt. Von Kriegsdorf ging es weiter über Sieglar zur Sieg - auf den Siegtal-Radweg, dem wir bis Stadt Blankenberg folgten.
Stadt Blankenberg war mal die kleinste Stadt Deutschlands, bevor sie von Hennef eingemeindet wurde. Stadt Blankenberg liegt zwischen Hennef und Eitorf an der Sieg auf einem blanken Felsen. Hoch über der Sieg thronen die Überreste einer Burganlage, die im 30-jährigen Krieg komplett zerstört wurde. Die Reste der Anlage sind heute in Privatbesitz (schwedisch beflaggt) und können nicht besichtigt werden. Der Blick auf die verbliebenen Außenmauern muss reichen. Die Stadt Blankenberg war von einer Stadtmauer umgeben, von der sehr viel gut erhalten geblieben ist. Der Ort selbst besticht durch gut erhaltene und sehr gepflegte Fachwerkhäuser, aber auch schieferverkleidete Häuser, schließlich sind wir hier im Schiefergebirge. Auf wohl dem höchsten Punkt der Stadt ist die Katharinen-Kirche errichtet. Sie wurde durch ein Feuer zerstört, aber wieder komplett aufgebaut. Hinter der Kirche befindet sich ein schönes Stück der gut erhaltenen Stadtmauer. Beim Spaziergang durch die alte Stadt mit ihren Gässchen träumt man sich gerne in alte Zeiten und versucht sich vorzustellen, wie es hier ein mal gewesen ist. Beim Träumen stören allerdings die vielen Autos auf dem Parkplatz, der ganz zentral mitten im Ortskern ist und auch die Autos vor den Häusern stören beim Träumen. Die wollen nämlich so gar nicht in die alte Zeit passen.
Wir können Stadt Blankenberg als Ausflugsziel wärmstens empfehlen.
Zurück ging es wieder entlang der Sieg bis zur Mündung nach Mondorf. Von hier aus fuhren wir auf der Rheinschiene bis nach Zündorf zur Groov und weiter nach Hause. Am Ende standen 88 km auf unserem Navi, die wir so früh im Jahr deutlich in den Gliedern spürten. Muskelkater gab es aber keinen. Dabei hatten wir morgens gesagt, dass wir uns treiben lassen und auch den Zug zurück nehmen könnten. Aber bei dem schönen Wetter und dem radtourenlosen Winter war es eine Freude einfach immer weiter zu fahren.