Streckenverlauf
Porz - Weiß - Wesseling - Brühl - Bornheim - Mondorf - Lülsdorf - Zündorf - Porz (66 km)

Der Track zwischen den beiden gelben Wegpunkt-Fahnen ist der Kappesweg!
Bei strahlend blauem Himmel - über dem in 10.000 Meter Höhe die für uns nicht sichtbare isländische Vulkanaschewolke schwebte - fuhren wir nach Zündorf zur Fähre (4 Euro für 2 Personen plus Tandem), wo wir nach Weiß rübersetzten. Unser Ziel war Brühl, erst entlang der Rheinschiene bis nach Wesseling, dann den Entenfang tangierend über Berzdorf nach Brühl, zur niederländischen Frittenbude. Die hier gekauften Patat met Frikandel aßen wir im Schlossgarten von Schloss Augustusburg. Nach einer längeren Pause ging es zu unserem eigentlichen Ziel, nämlich zum Kappesweg, ein etwa 18 km langer Radweg von Schwadorf nach Hersel.
Der Kappesweg ist sehr zu empfehlen! Er hat uns ausgezeichnet gefallen. Der Radweg ist nach Weißkohl (= Kappes) benannt, der hier auf den Feldern angebaut wird. Der Radweg verläuft komplett zwischen Feldern des großen Anbaugebietes vor den Toren Bonns. Man fährt zwischen den Feldern auf meist asphaltierten Wegen, die in ausgezeichnetem Zustand sind. So früh im Jahr waren die Felder teilweise sicher unspektakulärer als später im Jahr, aber es war schon einiges zu sehen. Der Radweg ist in der Art beschildert, dass sich an Abzweigungen an Masten Aufkleber befinden, die auf weißem Untergrund ein schwarzes K zeigen. Ob die Beschilderung ausreichend gut ist, um dem Weg allein hiernach zu folgen, wagen wir aber zu bezweifeln. Es ist eher wahrscheinlich, mal ein Schild zu übersehen. Wir selbst sind mit dem Track des Naturpark-Rheinland gefahren, den es kostenlos zum Herunterladen gibt. Alternativ gibt es ein Infoblatt, das über den Weg Auskunft gibt.
Der Himmel über uns blieb den ganzen Tag wolkenlos und leuchtete in einem nie dagewesenen blau. Aufgrund des europaweiten Flugverbotes wegen der isländischen Vulkanaschewolke des ausgebrochenen Eyjafjallajökull-Vulkans, war nicht ein Kondenzstreifen am Himmel zu sehen. Kein Fluglärm störte die ländliche Ruhe. Es war ein Genuss, der uns erschreckend vor Augen führte, was uns der Fluglärm doch sonst in der Region Köln/Bonn belastet!
In Hersel angekommen fuhren wir auf der Rheinschiene etwa 2km in Richtung Bonn, um die Fähre (2,50 Euro für 2 Personen plus Tandem) rüber nach Mondorf zu nehmen. In Mondorf aßen wir ein leckeres Eis bevor wir der Rheinschiene Richtung Köln bis nach Porz folgten. Am Ende hatten wir 66 km auf dem Navi stehen, eine runde Tour, die wir wärmstens empfehlen!