Von Porz nach Bonn, auf dem linksrheinischen Rheinradweg nach Andernach zum Kaltwasser-Geysir und auf dem Vulkanpark Radweg hinauf nach Mayen (110 km)

Da wollten wir also hin. Für die Hinfahrt hatten wir den linksrheinischen Rheinradweg gewählt. Obwohl ein durch und durch verregnetes Wochenende angekündigt war, hatten wir am Samstag trockenes und durchaus warmes Wetter. Wir fuhren nach Bonn und weiter gen Süden mit Blick auf die andere Rheinseite, wo wir nacheinander den Bonner Bogen, die Drachenburg, den Drachenfels, die Insel Nonnenwerth, die Erpeler Ley sahen, bevor wir über Remagen und Sinzig in Andernach ankamen.
In Andernach suchten wir verbunden mit einer kleinen Stadtbesichtigung ein Quartier. Wir entschieden uns für das Hotel Restaurant Kolpinghaus. Hier ist man als Radtourist herzlich willkommen. Man ist sehr zuvorkommend. Die Zimmer sind sauber und gepflegt, mit eigenem Bad und TV. Übernachtung im Doppelzimmer kostete für uns zwei mit Frühstück 58 Euro. Einen Wehrmutstropfen gibt es aber, am Wochenende bringt man sich besser Lärmstöpsel für die Nacht mit. Andernach hat eindeutig ein Problem mit nächtlicher Ruhestörung durch die örtliche Disco!
Wir machten uns kurz etwas frisch und schon ging es zum Geysir-Zentrum. Wir wollten bei der letzten Tour des Tages dabei sein. Inzwischen etwas müde genossen wir dennoch die 2,5-stündige Kombination aus Erlebniszentrum, Schifffahrt und Geysir-Sprung. Unsere Erwartungen wurden durchaus erfüllt!
Nach der unruhigen Nacht wegen lärmender Gruppen, die durch unsere Straße zogen und uns immer wieder aus dem Schlaf holten, frühstückten wir morgens in der Bürgerstube des Hotels. Danach machten wir uns bei einsetzendem Regen auf zum Vulkanpark-Radweg, der in Andernach beginnt.
Der Vulkanpark Radweg ist eine feine Sache. Er führt hinauf in die Vulkaneifel. Langsam bewegt man sich immer weiter hinauf. Der Blick auf die vulkanische Bergwelt ist sehr schön. Bis Mendig genossen wir die Wegführung. Aber irgendwann ging es auf separaten Wegen und dennoch entlang der lärmenden autobahnähnlichen Schnellstraße. Später ging es sehr steil hinauf nach Mayen, dieses Stück kann man nicht mehr genießen, ab hier ist es nur noch Plackerei! Auch die Aussicht ist von hier nicht besser, im Gegenteil, die ist weiter unten mit Blick in den Norden deutlich schöner. Am Bahnhof Mayen angekommen, setzte stärkerer Regen ein. Wir hatten schon bald nach Andernach wieder unsere Regenkleidung ausgezogen, stellenweise war es sonnig gewesen. So hatten wir wirklich noch mal Glück gehabt. Wir besorgten uns unser Rückfahrtticket bis nach Porz und warteten auf unseren ersten Zug, der uns wieder runter nach Andernach bringen sollte.
Bahn-Rückreise:
Die Bahnfahrt zurück nach Hause mit zwei Umstiegen war wieder ein mal eine Qual, von der wir später vielleicht noch ausführlich berichten. Vorab drei Fotos, die im Grunde bei genauer Betrachtung aber auch alles sagen. Das erste Foto zeigt unseren schmalen, dreistufigen Einstieg ins Fahrradabteil in Mayen. (Kein Witz!) Das Zweite und Dritte zeigt unsere stehende und Tandem haltende Bahnfahrt von Andernach nach Bonn. Erst der dritte Zug von Bonn-Beuel nach Porz war so wie man sich das vorstellt.
Broschüren und Karten: