Streckenverlauf
Ruwer - Kell - Hermeskeil, von den Hochwald-Ausläufern auf ehemaliger Bahntrasse und in Ruwernähe ins Moseltal (48 km)

Schon vor einer Woche wollten wir übers Wochenende nach Trier und den Ruwer-Hochwald-Radweg fahren. Aber der Sonntag sollte im Dauerregen versinken, was er auch tat. Eine gute Entscheidung nicht zu fahren. An diesem Wochenende sollte es aber klappen. Der Wetterbericht versprach für Samstag sommerliche Temperaturen und für die erste Sonntagshälfte trockenes Wetter bei nachmittäglicher Gewitterneigung. So fuhren wir am Samstag nach Trier, wofür wir recht lange brauchten - Stau auf der A61. In Trier am Campingplatz angekommen, erfuhren wir, dass der Platz voll sei. Es wäre eine mehrtägige Auto Rallye. Alle näheren Plätze wären ebenfalls voll. So fuhren wir zurück nach Schweich, wo wir noch unterkamen. Wie sich im weiteren Verlauf zeigte, war zelten hier die Hölle. Auto-Rallye-Anhänger wo man hinschaute, keiner nahm Rücksicht auf andere Gäste. Das betraf vor allem die mangelnde Bereitschaft, den Lärmpegel runter zu fahren. So wurde die Nacht eine der schlimmsten überhaupt. Es war kein Schlafen möglich.
Als wir am Samstag ankamen waren die Rallye-Anhänger aber noch nicht wieder auf dem Platz, weshalb der Tag erst mal ruhig war. Wir grillten und machten abends noch eine kleine Rundtour von 21 km an der Mosel und durch Schweich.
Am Sonntagmorgen ging es dann mit dem Auto zum Ende des Ruwer-Hochwald-Radwegs in Ruwer. Hier wollten wir den Bus, den sogenannten Regio-Radler (Nummer 7) mit Fahrradanhänger hinauf nach Hermeskeil nehmen. Direkt gegenüber der Haltestelle ist ein Parkplatz, wo wir das Auto abstellten. Wir hatten keine Fahrradplätze für den Bus reserviert, kamen aber glücklicherweise noch gerade so mit. Es waren die letzten Plätze die unsere Einzelräder auf dem Anhänger bekamen. Die Busfahrt war angenehm, der Fahrer sehr freundlich und sympathisch. Auf der B52 ging es steil hinauf nach Hermeskeil. Wer den Abgrund von Nahe sehen will, belegt am besten einen Platz auf der rechten Seite. Hier ist der Ausblick besonders schön. Oben angekommen, ging es gleich los. Direkt an der Bushaltestelle ist der alte Bahnhof von Hermeskeil, hier beginnt der Radweg. Die asphaltierte alte Bahntrasse verläuft von hier bis hinunter nach Ruwer auf einem traumhaften Radweg. Er führt durch die schönste Natur, die Ruhe war überwältigend, streckenweise war nichts außer Natur zu hören, kein Motorenlärm störte die Ruhe. Es war ganz schön was los, hier waren viele mit dem Rad unterwegs und das in beiden Richtungen. Leider fing es ab halber Strecke an zu regnen. Es war leichter Nieselregel, der nicht mehr aufhörte. So fuhren wir das letzte Stück in Regenkleidung. Dennoch war es eine schöne Radtour. Auch wir sind jetzt mal den schönen Ruwer-Hochwald-Radweg gefahren, den wir empfehlen können. Nur der Maare-Mosel-Radweg, ebenfalls auf alter Bahntrasse, ebenfalls mit einem Regio-Radler erreichbar, ist wegen der Tunnel und Viadukte noch schöner! Weitere Themenrouten und Radfernwege in der Region sind wir 2009 gefahren, hier ein Überblick.
Die Heimfahrt dauerte wieder lange, fast 3 Stunden für nur 175 km, wieder staute es sich auf der A61.
Noch eine Zeile zu den Kosten: knapp 40 Euro Benzin, 15 Euro Campingplatz, und 15,80 Euro für den RegioRadler.