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    Unser ADFC-Tourenportal-Test (Juni 2008)

    Vor mehr als einem Jahr machten wir unsere ersten Erfahrungen mit dem ADFC-Tourenportal. Damals hatte uns nicht gefallen, dass der Gratis-Probetrack aus einer doppelten Spur bestand. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Track nicht sauber bearbeitet worden war.
    In der darauf folgenden Zeit vermissten wir das ADFC-Tourenportal nicht weiter.

    Da es inzwischen stark beworben wird und immer häufiger von sich Reden macht, haben wir nun einen zweiten Test gemacht.

    Wir haben uns also angemeldet. Das ging problemlos, man füllt die Eingabemaske aus, erhält eine Bestätigungsemail, kann sich einloggen, alles wunderbar.

    Nun plant man, indem man "Fahnen" setzt, ähnlich dem NRW-Routenplaner, seine Tour. Direkt aufgefallen ist, dass es kein Zwischenziel gibt, sondern nur eine Start- und eine Zielfahne. Will man ein Zwischenziel bestimmen, setzt man einfach chronologisch mehrere Zielfahnen. Dann lässt man eine Route berechnen, die dem gespeicherten Radwegenetz folgt. Das ging gut. Zuvor hatten wir die zur Verfügung stehende Anleitung gelesen, was nie schadet!

    Hier unsere geplante Tour an Urft und Rur in der Eifel. Man sieht deutlich die grünen Linien, das Radwegenetz, über das man geführt wird. Magenta ist die gerade geplante Tour. Gibt man keine Zwischenziele ein, dann wird man auf dem kürzesten Weg zum Ziel geführt. In unserem Beispiel wären wir dann nicht entlang der Urft und Rur gefahren, sondern östlicher.

    Falls vorhanden kann man sich eine Beschreibung anzeigen lassen, außerdem wird die Route in Teilstücken präsentiert. In unserem Fall gab es leider keine Beschreibung.

    Die Tourdaten:

    Hier sieht man die Etappen, denn die Route wird wohl aus Teilstücken zusammengesetzt, wir haben jedenfalls obige Route mithilfe von nur 3 Fahnen berechnen lassen, eine in Kall (Start), ein Ziel an der Rur und ein Ziel Düren.

    Hier sieht man einen Abschnitt, die Urft, wo man sich rein zoomen kann.

    Man legt nun die gesamte Route, oder auch nur einzelne Etappen in den Warenkorb. Im Warenkorb wird der potentielle Einkauf angezeigt. Ist man kaufbereit, klickt man auf "Angezeigte Tour kaufen".

    Der Einkauf wird elektronisch verarbeitet, es öffnet sich folgendes Fenster, dass einen erfolgreichen Einkauf signalisiert. Nach Erhalt einer Bestätigungsemail - so heißt es - kann man den Track herunterladen. In unserem Fall konnten wir den Track unter "Meine Strecken" herunterladen noch bevor die Email ankam. Sie brauchte ein paar Minuten.

    So sah die Email aus. Sie fasst den Einkauf übersichtlich zusammen. Hier erhält man auch die Info, dass die Strecke noch 30 Tage im System liegen bleibt.

    Das sieht man unter "Meine Strecken".

    Jetzt wollten wir den Track herunterladen. Dabei gab es folgende Probleme:

    • Das direkte Öffnen des Download funktionierte nicht. Aber das ist häufig der Fall und sollte keinen beunruhigen.
    • Das Öffnen der gespeicherten Datei (eigener Name und neu gewählter Name) unter MapSource (Software aus dem Hause Garmin) funktionierte nicht. Das beunruhigt schon eher. Leider ist uns kein Programm bekannt das gpx-Dateien auf Normkonformität prüft. Dann kämen wir der Sache vielleicht näher, denn das Problem, dass sich eine gpx-Datei mit dem einen Programm nicht, mit dem anderen aber wohl öffnen lässt, gibt es auch in anderen Bereichen gelegentlich.
    • Das Öffnen unter dem vorgegebenen Namen oder unter einem selbst gewählten mit MagicMaps (Software aus dem Hause MagicMaps) funktionierte problemlos.

    Der Datei-Download.

    Das Speichern des Tracks.

    Die Fehlermeldung von MapSource.

    Das erfolgreiche Öffnen mit MagicMaps.

    Zum Schluss, meldet man sich noch im ADFC-Tourenportal, oben links, ab.

    Fazit:
    Als ADFC-Mitglieder haben wir pro Monat 100 Freikilometer, die Route hat jetzt also nichts gekostet. Hätten wir etwas bezahlen müssen, hätten wir das Portal nicht genutzt, weil es gerade die Route entlang der Urft beim Bachem-Verlag kostenlos als gpx-Download gibt. Den Track entlang der Rur bekommt man beim NRW-Routenplaner. Außerdem konnten diese Dateien mit MapSource ohne Problem geöffnet werden.

    Der Punkt des Nicht-Öffnen-Könnens ist nicht unerheblich. Hätten wir kein MagicMaps, wäre die Sache direkt erledigt, weil wir mit dem Download nichts anfangen könnten!
    Dieses Problem hatten wir, Freunde von uns hatten hiermit noch keine Probleme!

    Dass man letztlich nur auf den grünen Spuren geführt wird, ist einerseits schön, man fährt wirklich schöne Radrouten. Andererseits kann man die Zufahrt zum Startpunkt der Route nicht so galant planen wie beispielsweise mit dem NRW-Routenplaner, der bei uns insgesamt einen besseren Eindruck hinterlassen hat. Aber der NRW-Routenplaner hört an der NRW-Landesgrenze auf, das ADFC-Tourenportal liefert ein bundesweites Angebot!
    (Wir haben schon oft gehört, dass gerade dieses Planen auf dem vorgegebenen Radroutennetz auf Unmut stößt. Es wird von vielen als unflexibel empfunden und deshalb wird das Tourenportal schließlich als ganzes abgelehnt!)

    Für unsere Route gab es leider keine Beschreibungen (pdf) und keine Kartenabschnitte (zip), auch kein Höhenprofil zum Ausdrucken!
    (Bemerkenswert ist an dieser Stelle sicher, dass uns zu Ohren gekommen ist, dass jemand im Glauben er bekomme die Kartenabschnitte in Printform zugeschickt, stolze 16 Euro bezahlte und vergeblich auf Karten wartete. Der ADFC sollte die Altersstruktur seiner Klientel kennen und noch besser erklären, wofür man eigentlich bezahlt. Was einem passiert, passiert sicher auch noch anderen. Solche Missverständnisse darf es nicht geben!)

    Ein Test mit MagicMaps zeigt, dass man das ADFC-Tourenportal nicht braucht, wenn man über die nötigen Kartenwerke (Region) von MagicMaps verfügt. Sie liefern identische Tracks (engl. für Spuren), dafür aber in obigem Fall noch Tourbeschreibung, Höhenprofil, u.v.m.