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    BOB-Yak/Ibex als Tisch nutzen

    Gleich vorweg gesagt: Diese Idee kommt nicht von uns. Bei unserer Radwanderung durch das westliche Schiefergebirge lernten wir ein Paar aus Israel kennen. Auch sie waren mit dem Tandem unterwegs und zogen einen BOB-Anhänger hinter sich her. Direkt nach ihrer Ankunft schraubten die zwei am BOB herum. Nach weinigen Minuten saßen sie auf Klappstühlchen vor einem Tisch, der kurz vorher noch ihr Anhänger war.

    Stolz wurde die Konstruktion ausführlich vorgestellt: Am hinteren Ende werden zwei, am vorderen, ein Tischbein montiert. Dann den BOB umdrehen und aus dem Boden ist die Tischplatte geworden.

    Super Idee fanden wir, haben wir uns doch auch gerade bei der Zubereitung des Essens oft nach einem Tisch, oder zumindest nach einer waagerechten Unterlage gesehnt. Vor unserer nächsten Radreise haben wir also auch unseren BOB entsprechend "gepimpt".

    Dreht man den BOB ohne Umbau auf den Kopf, verhindern Rad und Schutzblech einen stabilen Stand. Ohne Rad und Schutzblech würde der Anhänger zwar stehen, aber schief. Bei dem Umbau geht es also darum, den hinteren Teil anzuheben. Da wir nicht mit Stühlen vor dem Tisch sitzen wollen, reicht es uns, wenn der Anhänger so modifiziert wird, dass der Unterboden nach dem Umdrehen waagerecht steht. Damit kann ein drittes Tischbein entfallen, gleichzeitig können die zwei verbleibenden Beine des Tisches so kurz sein, dass sie ständig am BOB montiert bleiben können.

    Neuere Versionen des Anhängers haben an den hinteren Rehling-Rohren Gewindelöcher zur Befestigung von Flaschenhaltern. Dort werden die Tischbeine befestigt. Die Tischbeine sind so konstruiert, dass weiterhin Flaschenhalter montiert und genutzt werden können. Die Tischbeine bestehen aus Aluminiumrohren mit einem Außendurchmesser von 20 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm (im Baumarkt erhältlich). Der Innendurchmesser passt somit perfekt zu den Rehlingrohren des BOBs. Um die Schräge der Rehling auszugleichen, muss das Rohr gebogen werden. An einem Ende kommt ein Stopfen (haben wir selbst gedreht), am anderen Ende wird eine Rohrhälfte entfernt und zwei Löcher gebohrt.

    Zeichnung:

    Nachdem die Tischbeine am BOB befestigt sind, kann der Anhänger eigentlich schon als Tisch genutzt werden. Der dritte Auflagepunkt ist die Spitze des BOBs direkt an der Deichselachse. Damit das Material hier nicht leiden muss, haben wir hier noch eine Kunststoffplatte angebracht.

    Weil der Unterboden manchmal verschmutzt ist, haben wir aus einem Wachstuch-Rest eine Tischdecke zurechtgeschnitten, die mittels Magnete festgehalten wird.

    Die Konstruktion (wir nennen es "BOB mit Hörnchen") hat sich bei unserer letzten Radreise bestens bewährt.