Am 13. Juni fuhren wir dann schließlich nach Hamburg. Wir standen bereits um 10:00Uhr im Geschäft parat und wurden direkt beraten, es war sonst aber auch noch kein anderer Kunde im Geschäft. Wir fuhren zwei Räder Probe. Sie machten einen soliden Eindruck und am Abend kurz vor 18:00Uhr hatten wir ein Angebot auf dem Tisch liegen. Wir hatten uns ein Reisetandem mit Alurahmen, in anthrazit, mit innenverlegten Schaltzügen und Bremszug ausgesucht. Dieses Reisetandem sollte mit einer SRAM i-motion 9-fach, Magura Bremse HS33, Chainglider-Kettenschutz, Contibereifung, Lichtanlage von SON/Busch & Müller, einer Tora Federgabel von RockShox und Tubus-Trägern ausgestattet werden. Außerdem sollte es eine Vorrichtung für einen Zweibeinständer, Hinterbauschloss-Anlötpunkte, und Bohrungen für 5 Flaschenhalter haben. Wir überschliefen unser Angebot bis Montag und entschieden uns für das Angebot von Freitag, ganz ohne Änderungen.
Wir fanden zwar, dass die Beratung bei Nachfrage soweit gut war, aber wir gingen dennoch am Abend mit dem Gefühl nach Hause, alles andere als einen Verkäufer vor uns gehabt zu haben. Wir hatten uns außerdem nicht ernst genommen gefühlt. Es lag irgendwie eine Überheblichkeit in der Luft. Das hatte durchaus witzige Züge. Wir wollten einen Zweibeinständer montieren können. Hierauf wurde trocken kommentiert, dass Tandemspass-Räder grundsätzlich ohne Ständer ausgeliefert würden. Das könne man ja schließlich immer wo anlehnen. Aber unserem Wunsch wurde nachgegeben, auch wenn man es selbst ablehnte. Auch der Hinweis, dass man regelmäßig die Glocke vergesse zu montieren, versuchten wir mit Humor zu nehmen. Aber eigentlich fragten wir uns, was alles vergessen worden wäre, hätten wir es nicht angesprochen. Der Verkäufer arbeitete keine Checkliste ab, fragte auch nichts. Man wartete eigentlich nur darauf was wir sagten. Man baut nach Kundenwunsch, hat der Kunde was vergessen, dann ist es halt der Kundenwusch! Nach Maß wird das Tandem auch nur gebaut, wenn man selber weiß, welches Maß man braucht. Vermessen wurden wir nicht, auch hatten wir nicht den Eindruck, dass man unsere eigene Maßvorstellung kritisch überprüfte. Ein PC-Programm, dass uns ein Bild von unserem Tandem auf den Computerbildschirm gezaubert hätte, gab es auch nicht.
K&K-Radsport hatte uns bereits gesagt, dass es keine Freigabe von RockShox für die Tora-Federgabel gibt, sie aber die Garantie übernehmen. Sonst schien alles tandemtauglich und auch freigegeben. Die Sache mit der Federgabel haben wir aber nur erfahren, weil wir auch über unsere Pläne bezüglich Sachmittelsponsoring für die Komponenten des Tandems sprachen. Man versicherte uns, gesponserte Komponenten fair, d.h. OEM-Preise, aus dem Gesamtpreis rauszurechnen. Man schien aber nicht damit zu rechnen, dass unsere Bemühungen mit Erfolg enden könnten.
Einen Überblick über die Preispolitik in diesem Gesamtpaket haben wir uns nie verschaffen können. Der aufgeführte Preis für die Extraleistung Chainglider betrug 160 EURO, was sehr hoch ist. Auf Nachfrage erzählte man uns was von Entwicklungskosten, die wir aber auch nicht nachvollziehen können. Bei Hebie und Flux erhält man freundlich umfassende Auskunft zur Montage - auch am Tandem.
Direkt in der angefangenen Woche machten wir uns auf Sponsorensuche für die Komponenten (Erst-Ausstattung). Von K&K waren wir wie gesagt belächelt worden und nur mit wenigen Angaben zu den Komponenten, und auch die nur auf Nachfrage, versorgt worden. Das bekamen wir dann auch zu spüren.
Erstens erfuhren wir ganz bald von SRAM, dass die i-motion 9-fach nicht für das Tandem freigegeben sei, tandemtauglich sei nur die P5 Cargo Nabe.
Als nächstes bekamen wir von Hebie die Zusage für einen Zweibeinständer und die Chainglider. Hierüber freuten wir uns sehr, eine Bestätigung unserer eigenen Einschätzung. Aber auch hier kamen wir etwas ins Grübeln, denn K&K sagte uns auf Nachfrage, dass sie ein 32-er oder 33-er Kettenblatt einbauen würden. Hebie hatte nur Chainglider ab 38-er Kettenblättern und wunderte sich. Und wir wunderten uns auch, unsere Trekkingräder hatten als mittleres Kettenblatt auch ein 38-er, sollten wir wirklich mit einem 32-er Kettenblatt fahren? Hatten wir alles richtig gemacht? Wir sind in erster Linie Radfahrer, keine Fahrradmechaniker und keine Ingenieure! Aber die von K&K sind Ingenieure, die sollten doch wissen was sie tun! Oder sollten wir die Kettenblattgröße noch von uns aus ändern? Ja! Wir wollten die Kettenblattgröße ändern!
Inzwischen bekamen wir verspätet eine Email von K&K, die Info 32-/33-er wäre falsch gewesen. Wir bräuchten 38-er und 44-er Kettenblätter, außerdem kam der Hinweis, dass günstig bei Ebay eingekaufte Komponenten nicht aus dem Gesamtpreis gerechnet würden, sondern nur Sponsorenteile, echte Sponsorenteile.
Man hatte uns von Anfang an belächelt und nun das! Marco verstand nur Bahnhof, er begriff soviel Bosheit gar nicht. Er erkundigte sich nach dieser Email telefonisch welche Komponenten K&K bei Ebay kaufe. Das ist kein Witz! Es schien auch hier zu gelten: Wer schlecht von anderen denkt, schließt von sich auf andere! Nun kannten wir die K&K-Denkweise, es waren nicht nur schlechte Verkäufer, für K&K scheint jeder Kunde ein Schmarotzer, ein Parasit zu sein, eine Symbiose schien sich da jedenfalls nicht zu entwickeln!
Wieviel Steine legte uns K&K noch in den Weg? Was lief falsch, namhafte Traditionsunternehmen überzeugten wir von unserer Multiplikatorenwirkung und K&K Radsport tat nun alles um seinen Ruf zu ruinieren? Verkehrte Welt!
Da wir häufiger mit K&K telefonieren mussten, weil man uns nur spärlich Auskunft gegeben hatte, aber mit dem Hinweis, jederzeit anrufen zu können, gab man uns durch die Blume nun bereits zu verstehen, dass man durch unsere Anrufe nicht mehr zum Montieren der Räder käme. Diese werden wohl im Keller montiert, hier scheint es kein Telefon zu geben, weshalb man hinauf muss, um zu telefonieren. Sicher umständlich, aber für dieses Chaos zeichnen wir uns nicht verantwortlich!
Unsere Lieferzeit war mit 8-10 Wochen vereinbart, die Wochen 9 und 10 sollten Puffer für unvorhergesehenes sein. Vor Erreichen der Woche 8 schickten wir per Email die Liste unserer gesponserten Komponenten mit der Bitte sie dann auch fair rauszurechnen. Montieren wollten wir sie selber.
Herausgerechnet wurden am Ende 137 Euro für 2 Paar Griffe, 1 Lumotec Fly N Auto, 1 D Toplight XS Plus, 4 Topeak Flaschenhalter, 1 Zweibeinständer von Hebie, 1 Sattelstütze, 2 Sattel, 1 Glocke. Dass der Betrag nicht höher ausfiel, läge an den niederigen OEM-Preisen, zu denen man als Tandembauer selber einkaufe. Ladenpreise wären natürlich um ein vielfaches höher. (Ladenpreis - für zum Teil aber edlere Komponenten - wären 358 Euro, ohne Chainglider.) Außerdem rechnete man 160 Euro für Forschung, Entwicklung, Montage und 3 Chainglider heraus. Die Chainglider hatten wir ebenfalls gesponsert bekommen, montieren wollten wir selbst!
Als nächstes bekamen wir eine Email worin stand, dass man auch gerne in der Sponsoren-Liste auf unserer Homepage erscheinen würde, schließlich wäre man auch Sponsor, man rechne ja die Komponenten raus! Das lassen wir mal ganz unkommentiert hier stehen.
Wir antworteten auf diese Email nicht, was sollten wir da antworten, es war hoffnungslos. Aber wir hörten auch nichts weiter von K&K. Woche 8 verging, Woche 9 verging, in Woche 10 riefen wir an, ehrlich gesagt mit ungutem Gefühl. Wir ahnten bereits Böses. Und es kam Böses. Wir erfuhren nicht mal, wann wir mit unserem Tandem zu rechnen hatten, der Tandembauer sei 2 Wochen krank gewesen, mit unserem Tandem war scheinbar noch gar nicht angefangen worden!
Man hatte es nicht mal für Nötig erachtet uns davon in Kenntnis zu setzen!
In weniger als drei Wochen wollten wir für 9 Tage mit diesem Tandem in Urlaub fahren, ein Traum platzte.
Wir ahnten bereits, dass wir nie stolz auf diesem Tandem sitzen würden, nicht bei einem Rahmen von K&K Radsport, nicht nach allem was bisher passiert war! Das sollte sich später noch brutalst bestätigen!
Da der Rahmen noch nicht angefangen war, wollten wir vom Vertrag zurücktreten. Nun wurden wir auf die AGBs verwiesen. Nach langem Suchen auf der K&K-Homepage fanden wir diese schließlich und mussten lesen, dass wir einem 16-wöchigen Lieferverzug zugestimmt haben sollen! Unglaublich, bei einer vereinbarten Lieferzeit von 8-10 Wochen noch 16 Wochen draufzupacken!
Da wir letztlich nur ein Tandem kaufen wollten und friedliebend sind, entschieden wir, unsere Energie nicht in einem Rechtsstreit zu vergeuden.
Wir warteten also treu auf das Tandem. Es kam dann mit fast 4-wöchiger Verspätung. Zu unserer Überraschung kostete uns die Lieferung per Spedition nichts extra. Das Tandem kam auch unbeschadet an!
Vorher erhielten wir noch Fotos vom blanken Rahmen. Wir waren leicht verschreckt, weil die Geometrie uns sehr extrem vorkam. Aber was ist ein Foto von einem blanken Rahmen, wir hofften, dass am Ende alles stimmen würde.
Wir packten alles aus, sah gut aus. Vermisst haben wir allerdings die je 10 Speichen, die wir dazu kaufen wollten, berechnet wurden sie aber auch nicht. Angeblich waren je 4 (4 ist nicht gleich 10!) im Karton, nur wir fanden sie nicht! Erneut schickte man uns aber auch keine, man schrieb uns aber, wir wären dann wohl zu schusselig gewesen um sie zu finden! Was soll man da noch sagen?
Ebenfalls unauffindbar war die Garantiekarte für einen unserer zwei Tubus-Gepäckträger. Auf Nachfrage wollte man eine solche nachschicken, aber auch die kam nie an. Dazu äußerte sich dann aber auch keiner mehr. (Vielleicht war das ja ein Ebay-Kauf?)
Dafür erreichte uns ein Umschlag mit einem Ring, den wir überhaupt nicht zuordnen konnten. Auf Nachfrage gab es die Erklärung, denn eine solche oder ein Gruß fand sich in dem Briefumschlag nicht, der Ring war ganz alleine unterwegs. Man klärte uns darüber auf, dass der Ring ein Schmutzabweiser der Nabenschaltung sei. Marco montierte ihn, aber es gab unerklärliche, nicht nachvollziehbare Probleme. Nachdem er alles wieder festgezogen hatte, funktionierte die Gangschaltung nicht mehr. Selbst der Besuch zweier Fahrradmechaniker brachte keine Erklärung oder Lösung. SRAM nahm sich des Problems an. Jedoch stand das Tandem für die nächsten zwei Wochen, nach nur wenigen gefahrenen Kilometern, unfahrbar im Keller.
K&K kontaktierten wir nicht, deren Reaktion konnten wir uns lebhaft vorstellen!
Nun, irgendwann lief wieder alles und wir hatten auch alle Komponenten montiert. Wir konnten endlich mal fahren.
Was bleibt ist ein Maßtandem, dass seinen Namen nicht verdient. Was zeichnet ein Maßtandem aus? Wir würden sagen, dass es einem auf den eigenen Leib gefertigt wurde!
Aber schauen wir uns unser Tandem an:
Wir wollten die Maße von unseren Focus-Einzelrädern, siehe Zeichnung, genau so hat sie auch K&K von uns bekommen. Bekommen haben wir hingegen darunter gezeigte Maße, man achte auf die Abstände Tretlager-Boden:
Die Unterschiede haben gravierende Auswirkungen: Marco kann nicht mit den Zehenspitzen im Stand den Boden im Sattel sitzend berühren.
Dadurch, dass der Abstand Tretlager Boden höher ist als gewünscht, kann aber auch Janina hinten nicht mit den Zehenspitzen im Stand den Boden im Sattel sitzend berühren. Mit dem Focus alles kein Problem. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, den Sattel einfach tiefer zu stellen, aber dann sitzt man eben zu tief und alles geht auf die Kniegelenke, auch keine Lösung. Also steht Janina nun beim Halt auch, was Anfahren noch mehr zur Teamarbeit, sprich Arbeit, werden lässt! Fahrvergnügen kommt da bei vielen Stopps jedenfalls nicht auf!
Außerdem hatte sich Marco auf Nachfrage für eine Federgabel entschieden. Bei Normalstellung der Federgabel (Federweg ist einstellbar) berührt im Stand das Oberrohr Marcos Schritt. Damit es nicht zu schmerzhaften Überraschungen beim Auf- und Absteigen kommt, muss der Federweg der Gabel auf nahezu Null gestellt werden. Die Federgabel ist somit fast wirkungslos.
Wir wollten Anlötpunkte für unser Rahmenschloss. Diese wurden so weit auseinander gesetzt, dass Adapter nötig wurden, um das Schloss zu befestigen. Kommentar der Hamburger: "Natürlich passt das nicht, da muss man einen Adapter anfertigen." Wer Metall bearbeiten kann ist hier eindeutig im Vorteil!
Richtig schlimm ist hierbei aber, setzt der Stoker seinen Fuß relativ bündig zur Kurbel - so fährt man normalerweise Rad - dann stößt er bei jeder Kurbelumdrehung mit dem hinteren Fuß gegen das Schloss!
Ferner haben wir in unserem Gepäckträgertaschenfundus (Ortlieb, ABUS) keine Tasche finden können, bei der nicht ebenfalls obiges Problem auftritt. Die Ferse streift die Tasche, auch wenn sie so weit hinten angebracht wird, dass man schon glaubt sie zu verlieren!
Es liegt die Vermutung nahe, dass der Rahmen für ein Reisetandem hinten einfach zu kurz geraten ist!
Da ist es fast eine Kleinigkeit, dass, obwohl klar war, dass wir Hebie Chainglider montieren wollten, ein 4 mm dickes Kettenblatt für die Antriebskette montiert wurde. Das Kettenblatt darf hierfür aber nicht dicker sein als 3 mm! Es war uns trotz intensiver Bemühungen nicht möglich ein einzelnes, hierfür passendes Kettenblatt ohne Kurbelsatz aufzutreiben. Aus diesem Grund fräste Marco es schließlich 1 mm dünner. Wie gesagt, wer handwerklich geschickt ist und über die nötigen Maschinen verfügt ist eindeutig im Vorteil, wenn es um Tandemspass geht! Die Hamburger meinten hierzu nur lapidar, wir hätten es ja selbst montieren wollen. Das wollten wir auch, weil uns sogenannte Entwicklungskosten, Montage und 3 Chainglider für 160 Euro zu hoch erschien. Als Kunde sollte man sowas an und für sich selbst entscheiden dürfen. Zumal Hebie und auch Flux mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es um die Montage der Chainglider geht! Für die Hamburger war die Entscheidung es selbst zu machen also Grund genug extra ein falsches Blatt aufzuziehen!
Wir wollten einen Zweibeinständer anbringen können. Hierfür mussten wir erst mal das Loch größer bohren, man berücksichtigt scheinbar die Lakierung nicht!
Damit sind wir bei den Kleinigkeiten aber noch nicht am Ende angelangt. Wir wollten fünf (5!) Flaschenhalterbohrungen, 2 für 1,5 Liter Flaschen, 3 normale. Position bestimmten wir gemeinsam vor Ort. Bekommen haben wir sechs (6!). Das könnte einen freuen, könnte man sie nur alle gleichzeitig nutzen. Fehlanzeige, die Abstände sind zu gering, es passt kein Halter an die Bohrungen für Nummer 6 so dran, dass man noch eine Flasche damit transportieren könnte! Wir werden sehen, was uns noch dazu einfällt, was man noch mit einem selbstgefertigten Adapter dauerhaft befestigen kann. Aber gewollt war das von unserer Seite ganz sicher nicht!
Soll man da noch Erwähnen, dass das SKS-Blech hinten wie hingequetscht aussieht? Ja, denn an solchen Details sieht man mit wieviel Freude so ein Tandem zusammengebaut wurde. Die Bleche werden hier serienmäßig angebracht, es ist also kein Sonderwunsch gewesen, also warum nur steht das Blech so ungemein hoch über dem Hinterrad? Auch hier liegt die Vermutung nahe, dass der Rahmen hinten einfach zu kurz geraten ist!
In punkto Liebe zum Detail fällt uns da noch ein, dass unsere Tandembauer es geschafft haben die Kurbeln für Captain und Stoker unsynchron auf die Kette zu setzen!
Obiger ausführliche Bericht soll euch vor einem solchen Fehlkauf bewahren. Solltet ihr euch für ein Tandemspass-Tandem entscheiden, seid ihr selber Schuld!
Wir versuchen uns zu arrangieren, dennoch ist sich Janina sicher, dass dies der Fehlkauf ihres Lebens war!
Mai 2009, Zeit noch mal zu berichten:
Bei ersten kleineren Touren sah Janinas Outfit nach Fahrten über nassen Boden so aus wie auf den Fotos:

Ein paar Spritzer, das kennt man, aber so hat noch keiner unserer Tandemfreunde mit einem Tandem mit Schutzblechen ausgesehen. Es war müssig während der Fahrt festzustellen woher die Spritzer eigentlich kamen. Marco drehte eine größere Abstandshülse für das Schutzblech, so dass er es näher an den Reifen bringen konnte. Außerdem befestigten wir zwischen Schutzblech und Zweibeinständer noch einen Spritzschutz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nur wenn wir wirklich durch Pfützen fahren spritzt mal was auf die Kleidung des Stokers.
Die Flaschenhalterbohrung, wo keine Flasche rein passt, nutzen wir inzwischen für eine kleine Thermotasche, die wir mit einem Adapter festgeschraubt haben. Eigentlich ist es eine Thermotasche für genau eine Getränkedose. Wir nutzen sie jetzt für Müsliriegel und Schlüssel.
Hat sich unsere Freude an dem Tandem gesteigert? Klares NEIN.
Das Problem bleibt, das Tandem ist alles nur kein Reisetandem! Ungelöst bleibt das Problem der Taschenbefestigung auf dem Gepäckträger. Wir haben eine Position gefunden, in der Janina nicht gegen die Taschen tritt. Diese Position setzt sehr hoch an. Und zwar am obersten Rohr unseres Tubus Locc-Gepäckträgers. So ist die Tasche so hoch, dass der Fuß gerade unten durch geht ohne die Tasche zu berühren. Nur das obere Rohr des Trägers ist gar nicht für diese Art der Taschenbefestigung vorgesehen, es ist versetzt nach innen zu dem eigentlichen Befestigungsrohr. Dies hat wiederum zur Folge dass sich Tasche und Rohr durch das zwanghafte Befestigen der Tasche an dem Träger aneinander reiben. Dies ist nicht zu verhindern. Wir werden berichten sobald die gute Ortlieb Back Roller Taschen durchgerieben sind. Der Lack am Träger war bereits nach wenigen Touren ab, und das Alu oxidiert bereits.
Ergänzung Juli 2009:
Trotz aller Bemühungen uns zu arrangieren, wir kommen nicht zur Ruhe. Während unseres Radurlaubs 2009 erlitt unsere SRAM i-motion 9-fach mit Freilauf, von der K&K Radsport sagte, sie hätten noch nie Probleme gehabt, einen Totalschaden, nach einer Laufzeit von etwas weniger als 2.000km.
Seit dem 25. Juli 2009 fahren wir nun eine Rohloff SPEEDHUB 500/14. Bereits von Rohloff in eine Andra-Felge eingespeicht (Sapim)!
Die SRAM haben wir diesmal bei K&K reklamiert, macht keinen Sinn den Laden immer zu schonen. Bei der schriftlichen Kontaktaufnahme wunderte man sich was wir denn wollten, wir hätten uns ja jetzt eine Rohloff gekauft. Was wir wollen ist ganz klar, die SRAM dort nutzen, wofür sie zugelassen ist, an einem Einzelrad!
Dezember 2009:
Erst nach 17 Wochen / 4 Monaten haben wir Ersatz erhalten! Erst als wir K&K eine letzte Frist setzten und erklärten, dass unsere Geduld zu Ende ist und wir nach Ablauf einer endgültigen Frist die Sache unserem Anwalt übergeben, bei dem wir bereits einen Termin vereinbart hatten, kam Bewegung in die Sache. Binnen einer Woche erhielten wir eine neue SRAM. K&K weisst die Schuld von sich, die hätte eindeutig die Böttcher Fahrräder GmbH, ihr Fachgroßhändler, der hätte so lange gebraucht. Bemerkenswert ist hierbei, dass - wenn dies alles so stimmt - die Böttcher Fahrräder GmbH für einen Schaden aufgekommen ist, der bei unsachgemäßem Einsatz der SRAM (Tandem!) entstanden ist.
Ergänzung August 2009:
Nach etwa 2.200km ist bereits die Befestigungsschnalle (wahrscheinlich eine K&K-Konstruktion) für das vordere Schutzblech und die Lampe gebrochen! Außerdem dreht ein Niet der Flaschenbefestigung durch. Und das vordere Tretlage knackt, obwohl alles festgezogen ist! Da kommt auf Radreisen wirklich keine Langeweile auf!
Ergänzung Dezember 2009:
Wir erhalten gelegentlich Rückmeldungen zu diesem Thema von anderen K&K-Kunden. Alle haben den gleichen Tenor, nur ein mal beschimpfte uns eine unbekannte Steffi recht unsachlich und somit vollkommen nichtsnutzend.
Über Rückmeldungen jedweder Art freuen wir uns. Es ist schon interessant zu lesen, dass auch bei anderen Kunden weder die Lieferzeiten eingehalten werden, noch freundlich auf Telefonate oder Emails geantwortet wird und bei Problemen scheinbar nur der Weg zum Anwalt einen Ausweg eröffnet.
Emails von Steffis freuen uns aufgrund des Unterhaltungswertes auch! Na, Steffi, da du damals ja bereits eine Meinung hattest, aber noch gar keine Erfahrungen, wie lange musstest du auf dein Tandem warten und vor allem, wie fährt es sich denn? Irgendwas dazugelernt?
Als Tandemfreunde des ADFC-Köln, mit inzwischen 14 Tandempaaren, hat uns jedenfalls nicht erstaunt, dass sich kein weiterer ein Tandemspass-Tandem gekauft hat, obwohl sich einige in 2008/2009 neue Tandems zugelegt und sich vorher unseres genau angeschaut haben.
Ergänzung Mai 2010:
Viele besuchen z. Zt. diese Seite, um näheres über die momentane Situation von K&K / Tandemspass zu erfahren. Richtig viel wissen wir aber auch nicht. Nur, dass Kunden, die einen Rahmen bestellt haben und natürlich auch angezahlt haben, uns bereits im März geschieben haben, sie hätten ein Schreiben bekommen, dass es finanzielle Schwierigkeiten gibt (Insolvenz), die man zu lösen versucht. Diese Leute gewöhnen sich aber bereits an den Gedanken, dass ihre Anzahlung weg ist. Im Laufe eines Insolvenzverfahrens stehen sie nämlich ganz hinten an! Man wird sehen!
Ergänzung August 2010:
Nach bald zwei Jahren haben wir inzwischen ein Tandem mit dem wir klar kommen. Unsere letzte große Radtour durch Polen war pannen- und sorgenfrei! Die Rohloff hat sich sehr bezahlt gemacht! Der Conti Touring Plus hat sich bei einem bepackten Tandem aber als zu weich erwiesen. Leider, denn wir fahren grundsätzlich sehr gerne Conti! Nach 2.000km kommt der Pannenschutz am Hinterreifen zum Vorschein. Wir haben jetzt hinten den dritten Mantel drauf (Ausführung 26 x 1,75 47-559). Vorne aber noch immer den ersten! Als nächstes probieren wir nun Schwalbe Marathon Plus Tour MTB Touren-Reifen HS404. Wir werden weiterhin berichten.
Ergänzung September 2010:
Auf einer zum Glück kürzeren Radour am 05.09.10 löste sich das Tretlager (Truvativ) des Stokers. Es hatte sich komplett nach links außen herausgedreht!

Wie sehen die Ketten aus?
Unsere Antriebskette ist eine SRAM, damals passend zur SRAM i-motion. Mit ihrem Zustand sind wir bisher zufrieden! Sie wird wohl noch eine Weile durchhalten.
Wie sehen die Kettenblätter aus?
Wir sind mit ihrem Zustand zufrieden. Sie werden wohl noch eine Weile ihren Dienst verrichten.
Hier die Blätter der Synchronkette.
Wie sehen die Chainglider nach 7.000km im Einsatz aus?
Die Chainglider sind ebenfalls noch in einem super Zustand! Nur an einer Stelle ist eine leichte Einkerbung erkennbar, ansonsten ist alles unversehrt und in sehr gutem Zustand! Die Einkerbung ist aber durchaus zu erklären, es ist wohl kein Materialproblem. Da wo der hintere Chainglider der Synchronkette aufhört, beginnt nämlich bei uns schon gleich der Rahmen. Richtig passend ist der Rahmen nämlich auch hier nicht! Trotz Maßanfertigung, ist hier etwas wenig Platz für den Chainglider, so dass es eine Druckstelle gibt!
Und wie sehen die Ergon-Griffe aus?
Wir finden, sehr gut! Links der rechte Griff des Stokers, rechts der rechte Griff des Captains. Der Captain belastet die Griffe deutlich stärker als ein Einzelradfahrer, deshalb ist es nur normal, dass die Griffe hier auch deutlich abgenutzter sind.